Sonntag 9:30 bis 11 Uhr

Sonntag 9:30 bis 11 Uhr

Austauschrunde: Über die Notwendigkeit lesbischen Filmschaffens

Die Dokumentarfilmregisseurin Barbara Wallbraun wird im Gespräch über ihr filmisches Schaffen berichten. Aktuell arbeitet sie an einem Dokumentarfilm mit dem Titel “Uferfrauen” und dokumentiert lesbische Herstories | Lebensgeschichten.
Die Gesprächsrunde beleuchtet u. a. die Fragen: Wieso braucht es überhaupt professionelle Filme über lesbisch-queere Lebensweisen? Und wieso ist es dringlich, dass Lesben im (dokumentarischen) Film sichtbar werden? Außerdem hat die Filmemacherin einige Anekdoten über Hintergründe des Entstehungsprozesses ihres Dokumentarfilms im Gepäck.
Referentin: Barbara Wallbraun, Leipziger Kulturpädagogin und Filmemacherin

Gesprächsraum: Das Sternchen im L – oder verschiedene Identitäten begegnen einander…

Wir laden Frauen* liebende Frauen* verschiedenster Couleur ein, sich offen und konstruktiv auszutauschen über ihre Identität(en). Wir bringen drei Fragen zum Einstieg mit und vermuten, dass viele weitere Fragen auftauchen werden während unseres Gesprächs. Es geht uns um eine respektvolle Haltung, mit der Neugierde an allem, „was ich nicht bin“, Interesse an „Fremdem“ und Aufgeschlossenheit gegenüber „Unbekanntem“ zum Ausdruck kommen können.  Dabei legen wir Wert darauf, keine Abwertungen vorzunehmen und – uns allen vertraute – Zuschreibungen oder Hierarchisierungen nicht „zu füttern“!
Referentinnen: Carola Spiekermann, Psychologische (Körper-)Psychotherapeutin und Supervisorin
Astrid Peter, Germanistin M.A. und Sozialtherapeutin
www.aufBegehren.com

Lesben on tour. Austausch und Vernetzung von Wohnmobilistinnen

Mit einem Wohnmobil/Camper lassen sich Land, Leute und Küche kostengünstig und in jeder Jahreszeit erkunden.
Allein, zu zweit oder im Rudel?
Bei Interesse können wir eine Plattform gründen, auf der sich Reisepartnerinnen für ein Wochenende, einen Urlaub oder eine Weltreise finden oder sich mehrere Mobilistinnen für eine Tour oder an einem Treffpunkt verabreden können.
Bei Interesse gibt es Tipps zur zweckmäßigen Ausstattung eines Womos, sinnvolles Werkzeug etc.
Referentin: Chris Weiblen

Sichtbarkeit. Empowerment. Dyke*Power

Seit sechs Jahren gibt es den Dyke*March auch in Deutschland. In Köln findet der Dyke*March dieses Jahr zum 5. Mal statt. Und jährlich kommen in Deutschland und Europa mehr Dyke* Marches dazu.
Wie organisiert Frau* das eigentlich? Was hat uns als Team motiviert, den Dyke* March Cologne zu organisieren, was muss beachtet werden bzw. wie macht das kölsche Team das? Diese und weitere Fragen möchten wir – das Dyke* March Cologne Team – in diesem Workshop beantworten. Wir stellen die verschiedenen Aufgaben vor, die im Laufe eines Organisationsjahres anfallen, um dann mit euch gemeinsam in einen Ideenaustausch zu treten. Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion mit Euch, frei nach Carolin Emcke: „Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut“.
Leitung: Maren Wuch, Birgit Döring, Barbara Narzinski, Susanne Clarenbach und Inge Linne

Tierrechte unterm Regenbogen? Warum Tierbefreiung uns alle angeht.

“There is no thing as a single-issue struggle because we do not live single-issue lives.” (Audre Lorde)

Unterdrückungsmechanismen wie Homophobie, Transphobie, Sexismus, Rassismus, Klassismus, sowie viele weitere – darunter auch der Speziesismus – ähneln einander, sind miteinander verbunden, und müssen daher auch gemeinsam bekämpft werden.
Menschenrechte sind Frauenrechte, sind Lesben*rechte, sind Transfrauenrechte, und konsequenterweise Rechte für alle, die viel zu oft in unserer weiß, hetero-normativ, und patriarchalisch geprägten Gesellschaft ausgeschlossen und unterdrückt werden. Nicht-menschliche Tiere sind dabei in besonderem Maße betroffen, werden jedoch oft übersehen. Doch Tierrechte gehen auch uns an.
Wir wollen darüber diskutieren, wie sich Unterdrückungsmechanismen in ihrer Art und Wirkungsweise ähneln, um diese besser zu verstehen und adressieren zu können. Mit diesem Vortrag wollen wir zeigen, warum wir Unterdrückung und Ungerechtigkeit stets auf mehreren Ebenen bekämpfen sollten, und warum wir alle von mehr Empathie und Gleichstellung für alle Lebewesen nur profitieren können.

Referentinnen: Daniela Zysk und India Kandel (Vegan Rainbow Project)

Spaziergang: Wildpflanzen als Nahrung und zum Heilen

Löwenzahn, Brennnessel, Knoblauchsrauke und viele andere Wildpflanzen wachsen überall, auch in der Stadt. Auf einem Spaziergang erfahrt ihr, welche Pflanzen in der Wildnisküche und welche in der Heilkunde verwendet werden. Neben dem Bestimmen der Pflanzen tragen auch Mythen und Geschichten zum Verständnis der Pflanzen bei.
Referentinnen: Karen Laß und Marianne Ernst
Treffpunkt: Haupteingang
max. 20 Teilnehmerinnen

Gewerkschaft und LGBTQ*I- Politik?!

Der LSBTIQ*-Arbeitskreis der Jungen DGB Berlin/Brandenburg hat sich zur Aufgabe gemacht, sich sowohl gewerkschaftsintern, wie auch in anderen politischen Gremien für LSBTIQ*-Anliegen einzusetzen.
Unsere Workshops sollen die Zusammenarbeit von Gewerkschaft und LSBTIQ*Bewegung historisch und aktuell thematisieren:
Welche Erfolge wurden gemeinsam erkämpft? Welche Probleme haben sich in der Zusammenarbeit ergeben? Wie kann eine Zusammenarbeit ermöglicht/verbessert werden?
Das Spektrum des Arbeitskreises ist breit: von der Repräsentation auf CSDs bundesweit bis zur aktiven Mitarbeit an Antidiskriminierungsgesetzen oder neueren Forderungen.
Das Ziel dieses Workshops ist zu informieren, aber auch die Anliegen, Erfahrungen und Forderungen der Teilnehmerinnen zu sammeln, um die Arbeit weiter zu verbessern und den Austausch zwischen Organisation und Basis zu fördern.
Referentin: Katrin Wagner

Lesung: Lesbenroman „Julipläne“

Ein heißer Sommer hängt über Berlin. Deborah Gronwald ist froh, nach Italien entkommen zu können, wo ihre Freundin Louise eine toskanische Villa besitzt. Doch hier, nahe dem malerischen Lucca, legt sich Deborahs Ferienstimmung schnell wieder. Erstens hat sich Louise doch tatsächlich einen Lover zugelegt. Zweitens gibt es Arbeit, denn dieser Schmierlappen vermisst seine ausgesprochen attraktive Cousine Arianna. Von deren Foto fasziniert, macht sich Deborah, Steuerberaterin und Detektivin aus Leidenschaft, auf die Suche, nur um sofort in Schwierigkeiten zu geraten, die sie über italienische Keller und Garagen direkt in den Filz der Baubranche führt.
Autorin: Marie Liertz

Dein starkes Selbst in der Beziehung. Fühlst du dich geliebt und verstanden, geht es dir gut!

Wünscht Ihr Euch eine erfüllende Beziehung, in der Ihr gemeinsam lacht, genießt und zusammenwachst?
In diesem Workshop bekommt Ihr Impulse:

  • Euch selbst und die Partnerin besser zu verstehen
  • selbstbestimmt Nähe und Distanz herzustellen
  • in Eurer Beziehung die eigene Würde zu behalten und wirksamer mit sich umzugehen
  • wertschätzend liebevolle und lebendige Begegnung in Eurer Beziehung zu schaffen
  • Kommunikation mit Herz und Verstand zu führen

Die Qualität der Partnerschaft hängt von der Beziehung der Partnerinnen zu sich selbst ab.
Ihr habt Einfluss auf Euer Liebesglück!
Referentin: Soheila Mojtabaei

„… pädophilen Lesben wird die Teilnahme am Lesbenfrühlingstreffen untersagt.“ – wie könnte ein aktueller Beschluss lauten?

Auf dem LFT 2018 wurde der alte, bindende Beschluss „Faschistischen und pädophilen Lesben wird die Teilnahme am Lesbenfrühlingstreffen untersagt.“ diskutiert. Anlass war der Wunsch der Erweiterung des Satzes/Gedankens um „faschistische Lesben“. Er lautet nun: „Faschistischen, rechtsextremistischen, rechtspopulistischen und pädophilen Lesben wird die Teilnahme am LFT untersagt.“

In dem Zuge wurde deutlich / diskutiert, dass auch der Begriff „pädophile Lesben“ dringend der Überarbeitung bedarf. Es war jedoch nicht möglich, ad hoc eine alternative Formulierung zu finden, die allgemeine Zustimmung gefunden hätte. Weder der Begriff „pädosexuelle Lesben“ noch der Ausdruck „pädokriminelle Lesben“ war spontan deutlich mehrheitsfähig, geschweige denn konsensuell. Um der Diskussion und den Fragen dahinter mehr Raum zu geben, entstand die Idee eines Workshops auf dem nächsten LFT 2019 in Köln.

Ich habe mich dazu sofort gemeldet, weil ich dies gern zum Anlass nehmen möchte, um folgendes in den Raum zu bringen:
Ist „pädaophile“ (wahlweise „pädosexuelle“, „pädokriminelle“) Lesbe eine Identität – eine Identität, die als Ganzes/ganze Person/Subjekt ausgeschlossen werden kann und sollte?
Ist „pädaophil“ (wahlweise „pädosexuell“, „pädokriminell“) eine Eigenschaft, die an einer klebt, einmal, ein für alle Mal, immer?
Ist der Ausschluss von Personenkreisen das Mittel der Wahl/unsere politische Entscheidung, um sich für das einzusetzen, was wir wollen – auf dem LFT selbst als auch als Statement des LFTs?
Ist eine solche Vereigenschaftung, Substantivierung und Ausschluss nicht selbst Ausdruck und Bestandteil einer gesellschaftlich üblichen (und irrtümlichen) Perspektive von: „Gewalt lässt sich personell an einzelne problematische Individuen binden / festmachen, die es zu eliminieren gilt, und dann ist alles gut, dann gibt es keine Gewalt (mehr).“? Was nicht bedeuten soll, dass Personen, die Gewalt ausüben hierfür keine Verantwortung tragen.
(Mal abgesehen davon, dass sicher keine, die zum LFT kommen will, nach Kenntnisnahme des Beschlusses – so sie ihn zur Kenntnis nimmt – denkt: „oh, keine pädophilen (pädosexuellen, pädokriminellen) Lesben, dann komm ich wohl doch nicht“).
Wäre nicht die interessantere Frage: Wofür wollen wir stehen/wofür will das LFT stehen, welches Verhalten wollen wir in diesen Räumen einladen und welches wollen wir kritisch zurück weisen – und zwar als Verhalten? Und wäre das nicht etwas, was auf dem LFT spürbar sein müsste, gelebt werden würde, sich zeigen würde auch in Interventionen gegenüber, im Umgang mit problematischem Verhalten, welches wir vielleicht einbetten würden in gesellschaftliche Strukturen, in denen auch das LFT lebt?
Würde das vielleicht noch mehr erlauben/ermöglichen, auf Feinheiten zu schauen? Auf die Grenzen bei den Grenzen? Auf Zwischenräume, auf Grautöne?
Wo fängt Gewalt an?
Muss es „Gewalt“ sein/heißen, um (von uns) problematisch gefunden zu werden?
Wo greifen wir ein oder was beginnen wir gemeinsam zu thematisieren?
Und geht es dann nicht auch um uns alle?
Und schließlich: wie würde/könnte ein neuer Beschluss dazu lauten?
Leiterin: Tanja Rode

Filmvorführung: Lesbiana – A Parallel Revolution

Filmvorführung in englischer Sprache

A parallel, lesbian-feminist revolution was born out of the women’s and civil rights movements of the 60’s and 70’s. Filmmaker Myriam Fougère’s takes us on a road trip through the United States and Canada as she revisits the activists of the time who sparked this revolution to define their own culture. As active second-wave feminists, many lesbian women began to recognize that their sexual identity was not acknowledged or embraced by the traditional women’s movement. These artists, musicians, philosophers, and writers sought to establish communities centered exclusively on women where patriarchy simply did not exist. Women-only communities began to flourish in North America and around the world, resulting in a rich and vibrant culture that inspired important lesbian art, literature, and music. Told through photographs, archival footage, and contemporary interviews, Fougère’s film serves not only as a testament to the politics of the era, but also as a living yearbook and virtual reunion of these remarkable women, who laid the groundwork for generations to come.
A film by Myriam Fougère
Canada, 2012, 63 minutes, Color/BW, DVD, French/English, Subtitled

Sing-Workshop

Wir experimentieren und haben Spaß mit unseren Stimmen – tönend, klingend, summend, in Bewegung oder im Sitzen, auch singend. Wir singen alte Frauen-/Lesbenlieder, Mantren, Kraftlieder; alles mit wenig Text zum Mitsingen, einfachen Harmonien, die schön klingen und leicht zu lernen sind, auch mal im Kanon , oder wenn eine dazu improvisieren mag … vieles ist möglich, um singend den Tag zu beginnen;
Leiterin: Ulrike Braun

Zwischen Autonomie und Hilfebedarf. Gesprächsrunde für unterstützende An- und Zugehörige erkrankter lesbischer Frauen

Zur lesbischen Kultur zählen im hohen Maße persönliche Netzwerke aus Freundinnen, Lebenspartnerinnen, Weggefährtinnen und Wahlverwandten. Wenn eine lesbische Frau erkrankt ist, übernehmen häufig Freundinnen und Lebenspartnerinnen die Rolle der unterstützenden und auch pflegenden An- oder Zugehörigen.

Wie kann eine Unterstützung für alle Beteiligten gelingen? Wo sind die Grenzen des persönlichen Engagements? Wie kann die Zusammenarbeit mit professionellen Hilfesystemen gestaltet werden? Wo sind mögliche Konfliktherde? Wie können die Unterstützenden einem Burn-out vorbeugen?
Der Workshop richtet sich Lesben, die erkrankte, hilfebedürftige Freundinnen, Partnerinnen oder Nachbarinnen unterstützen und möchte sie zum Erfahrungsaustausch anregen.
Referentin: Vera Ruhrus, Krankenschwester, Systemische Beraterin, Erzählkünstlerin, Mitfrau im Dachverband Lesben und Alter
Max. 12 Teilnehmerinnen*

Bühnenkampf/Stockkampf

Egal ob mit dem Stock oder ohne – in diesem Workshop geht es darum, aufeinander loszugehen und sich trotzdem nicht zu verletzen. Es werden Techniken erlernt, die aus der Bühnenkampfkunst stammen und hauptsächlich ein Ziel haben: spektakulär auszusehen!
Wer schon immer einen Hang zur Theatralik hatte oder diesen an sich selbst kennen lernen will, ist in diesem Workshop willkommen. Hier schlagen auch die Schüchternen zu!
Leiterin: Verena Lany
Max. 16 Teilnehmerinnen*

Radikal – lesbisch – feministisch: Immer noch unverzichtbar?

Zeitzeuginnengespräch mit ehemaligen Aktivistinnen der HAW-Frauen und des LAZ, den „Ahninnen“ auch des LFT: Christiane Härdel, Dr. Regina Krause und Monne Kühn (angefragt) geben einen Einblick in die Lesbenbewegung der 1970er und 80er Jahre, ziehen eine Bilanz
und berichten über neue Aktionen und Koalitionen und überraschende neue Entwicklungen der Lesbenbewegung.
Kurzvortrag und Moderation: Christiane Härdel, LAZ reloaded
Zeitzeuginnen: Dr. Regina Krause und Monne Kühn (angefragt)

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